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Fragen und Antworten

Ausrüstung

Für den Einstieg brauchst du folgende Grundausstattung:

Gleitschirm (Einsteigerklasse, EN-A):
Ein fehlerverzeihender Schirm, ideal zum Lernen und Thermikfliegen.
Empfohlene Modelle, da sie nicht nur gut fliegen, sondern sich auch sehr gut starten lassen:

  • Easy 2 Superlight (Airdesign): leicht, wendig, stabil
  • Susi 4 (Airdesign): agil, besonders leicht
  • Alpha (Advance): modern, solide Leistung.
    Kosten: 3.000–3.800 €.

Gurtzeug:
Wir empfehlen ein Sitzgurtzeug mit Sitzbrett für Stabilität und Komfort – z. B. Wani 3 (Woody Valley).
Kosten:

  • Einfaches Modell: ab ca. 550 €
  • Komfortklasse: ca. 700–1.000 €
  • Liegegurtzeug (für Streckenfliegen): ab ca. 1.400 €

Rettungsgerät:
Am besten eine Kreuzkappe (öffnet schnell, pendelt wenig).
Empfohlene Modelle:

  • x-One oder x-Two (xdream)
  • Quadro light (Woody Valley)
    Kosten: 850 €

Helm:
Muss die EN 966-Zulassung haben.

  • Halbschale: ab ca. 130 €
  • Integralhelm: ab ca. 180 €

Vario/GPS:
Misst Steigen/Sinken akustisch, zeigt Geschwindigkeit über Grund, wichtig für Navigation.
Empfohlene Modelle:

  • Skytraxx: robust, präzise, einfach zu bedienen.
  • XC-Tracer: kompakt, leicht, für Einsteiger top.
    Kosten:
  • Einfaches Vario: ab ca. 190 €
  • Vario mit GPS: ab ca. 550 €

Wichtig:

  • Ein leichter Schirm spart Gewicht, ist aber empfindlicher und altert schneller.
  • Achte bei der Farbwahl darauf, dass der Schirm gut sichtbar ist – für mehr Sicherheit und bessere Orientierung.

Gesamtkosten für neue Grundausrüstung: ca. 5.000–7.000 (je nach Auswahl und Komfort).
Gebrauchte Ausrüstung kann günstiger sein, muss aber technisch geprüft sein.

Wenn du möchtest, erstellen wir dir gern ein individuelles Angebot, das genau zu deinem Bedarf passt.

Für die Grundausbildung stellen wir dir die Ausrüstung. Für die Höhenflugschulung kannst du dir die Ausrüstung leihen. Beim Kauf einer Ausrüstung wird die Leihgebühr angerechnet.

Ein Gleitschirm hält im Durchschnitt 8–10 Jahre, je nach Nutzung, Pflege und Material.

  • Normales Tuch: Robuster und langlebiger, ideal für Viel- und Schulungsbetrieb.
  • Leichtschirm: Spart Gewicht, ist aber empfindlicher gegenüber UV-Strahlung und mechanischem Abrieb – altert daher schneller.

Farbwahl:

  • Helle Farben reflektieren UV-Licht besser und altern dadurch etwas langsamer.
  • Kräftige, leuchtende Farben sind besonders wichtig, weil dein Schirm damit in der Luft besser sichtbar ist – für andere Piloten, Retter und Zuschauer am Boden.
  • Dunkle Farben verblassen schneller durch UV und sind in der Luft oft schlechter erkennbar.

Tipps für längere Lebensdauer:

  • Nicht unnötig in der Sonne liegen lassen – UV ist der größte Feind des Tuchs.
  • Nach dem Fliegen gleich packen oder abdecken.
  • Nicht über Steine oder Wiesen schleifen.
  • Trocken, kühl und luftig lagern – nie feucht einpacken.
  • Regelmäßig nachprüfen lassen (alle 2 Jahre oder nach Herstellerangabe)
  • Sollte mal ein Fleck auf das Tuch kommen, kannst du es mit klarem Wasser abspülen, Spülmittel sind jedoch tabu.

 

Kurz gesagt: Material, Pflege und auch die Farbwahl wirken sich direkt auf die Lebensdauer deines Schirms aus.

Wir beraten dich gern. Unsere Fluglehrer testen regelmäßig neu zugelassene Modelle und nehmen nur solche in die Ausbildung auf, die sich bewährt haben.

Wir sind dabei nicht auf bestimmte Marken festgelegt, sondern wählen immer die Schulungsschirme aus, die unserer Meinung nach den besten Lernerfolg versprechen.

Dabei achten wir darauf, welcher Schirm am besten zu dir und deiner individuellen Performance passt.

Gleitschirme gibt es in verschiedenen Größen, die nach zugelassenem Startgewicht unterschieden werden. Dieses Gewicht setzt sich zusammen aus:

  • deinem Körpergewicht
  • dem Gewicht der gesamten Ausrüstung (Schirm, Gurtzeug, Retter, Helm, Vario usw.)
  • Kleidung, Schuhe und eventueller Zusatzlast (z.  Wasser, Packsack)

Wichtig:
Du solltest mit deinem Gesamtgewicht idealerweise in der Mitte oder leicht im oberen Bereich des zugelassenen Gewichtsbereichs liegen.

  • Liegt dein Gewicht ganz unten im Bereich → der Schirm fliegt ruhiger, aber reagiert träger und hat schlechteres Durchsetzungsvermögen gegen Wind.
  • Liegt dein Gewicht ganz oben → der Schirm wird agiler und schneller, kann aber bei Turbulenzen auch heftiger reagieren.

Beispiel:
Du wiegst 75 kg, deine Ausrüstung ca. 17 kg, Kleidung & Zulast ca. 3 kg → Gesamtgewicht: 95 kg.

  • Schirm mit Bereich 72–97 kg → du bist fast an der oberen Grenze → Schirm wird sehr agil.
  • Schirm mit Bereich 85–110 kg → du liegst in der Mitte → ideal für ausgewogenes Flugverhalten und mehr Reserven.

Fazit:
Gesamtgewicht ehrlich zusammenrechnen und so wählen, dass du im mittleren bis oberen Drittel des Gewichtsbereichs bist. Das bringt bessere Starteigenschaften, sauberes Handling und mehr Reserven bei Wind.

Die Einteilung (EN A bis EN D) beschreibt, wie viel Erfahrung und aktives Können der Pilot braucht:

  • A-Schirme: Für Einsteiger und Schulung. Sehr hohe passive Sicherheit, verzeihen viele Fehler, einfach zu starten und zu landen. Diese Schirme sind für die Schulung zugelassen.
  • B-Schirme: Für Fortgeschrittene. Mehr Leistung, etwas dynamischer, erfordern schon aktives Fliegen und mehr Gefühl.
  • C-Schirme: Für sehr erfahrene Piloten. Deutlich höhere Leistung, reagieren schneller und sensibler auf Störungen.
  • D-Schirme: Für Experten und Wettkampfpiloten. Maximale Leistung, sehr geringe Fehlertoleranz, dynamisches Flugverhalten.

Kurz gesagt: Je weiter hinten im Alphabet, desto mehr Leistung – aber auch mehr Anspruch an den Piloten.

Ja, denn jeder moderne Schirm ist dafür ausgelegt, und du solltest ihn immer eingehängt haben. Selbst Flugschüler nutzen ihn, z. B. beim Geradeausfliegen gegen den Wind oder beim Abbau von Höhe.

Wie funktioniert der?
Der Beschleuniger ist ein Fußpedal (Fußraster), das über Leinen direkt mit der Anströmkante des Schirms verbunden ist.
Wenn du ihn trittst, wird die Anströmkante nach unten gezogen → der Anstellwinkel verringert sich → der Schirm wird schneller (mehr Vorwärtsfahrt), aber die Kappenstabilität wird etwas geringer.

Ein Rettungsgerät ist extrem wichtig – es ist deine letzte Sicherheitsreserve, falls du den Schirm nicht mehr kontrollieren kannst. Ohne Retter zu fliegen ist unverantwortlich und im Schulungsbetrieb nicht erlaubt.

Neu packen:

  • Laut Herstellerangaben aber mindestens einmal pro Jahr
  • Nach jeder Auslösung oder wenn der Retter nass wird: sofort neu packen.

Am besten vom Fachbetrieb packen lassen, damit im Ernstfall wirklich alles funktioniert.

Du brauchst von Anfang an ein Funkgerät. Ab dem ersten Flug bist  du darüber mit dem Fluglehrer verbunden.

Wir erwarten auch, dass du es dir anschaffst, denn eigene Dinge behandelt man bekanntlich pfleglicher.  Es muss zu jedem Flugtag  neu geladen werden, damit es auch dann die Leistung bringt, wenn es gebraucht wird.

Eine moderne Schulungs- und Anfängerausrüstung wiegt ca. 15 bis 17 kg.  In einem Packsack kannst du sie relativ bequem auf dem Rücken tragen.
Wettkampfausrüstungen sind bedeuten schwerer, Ausrüstungen für Hight and Fly gibt es  unter 5 kg zu kaufen.

Für einen Einsteiger ist ein A-Schirm immer zu empfehlen. Für die Schulung sind auch nur A-Schirme erlaubt. Aktuell empfehlen wir speziell diese Modelle:

  • Easy 2 Superlight von Airdesign: Ein leichter, wendiger A-Schirm, der durch seine Stabilität und einfache Handhabung besticht.
  • Susi 4 von Airdesign: Ebenfalls ein leichter und gutmütiger Schulungsschirm, der sich durch sein sanftes Flugverhalten auszeichnet.
  • Alpha von Advance: Ein moderner A-Schirm, der sehr gut für Einsteiger geeignet ist und gleichzeitig gute Leistungswerte mitbringt.

Aller drei Schirme haben hervorragende Starteigenschaften, die besten Voraussetzungen, um schnell Freude am Paragliding und gute Lernfortschritte zu haben.

Gebrauchte Ausrüstung kaufen ist Vertrauenssache. Du kannst dir bei Gleitschirmen eine aktuellen Check schicken lassen. Am sichersten lässt du dir von deiner Flugschule ein Angebot machen. Sie kennen dich und ihre Ausrüstung am besten.

Einsteiger

Fragen zu deinem Tandemflug

Ein Tandemflug dauert normalerweise 7–10 Minuten. Wenn dein Pilot den Einstieg in die Thermik findet, kann es auch länger dauern.
Nimm dir aber bitte Zeit: Auch wenn wir versuchen, den vereinbarten Termin einzuhalten, kann es durch Wind und Wetter immer Verzögerungen geben. Mach das Beste daraus, genieß die Zeit auf dem Flugplatz und schau den anderen Piloten beim Starten und Landen zu.

Du solltest eine normale Treppe eigenständig hochgehen können und keine pathologische Höhenangst haben. Für den Fußstart musst du ein paar schnelle Schritte laufen können.
Wenn du dir das nicht zutraust, kannst du mit uns im Flychair starten – sprich uns vorher darauf an!
Dein Körpergewicht sollte zwischen 35 kg und 100 kg liegen.

  • Knöchelhohe, stabile Schuhe mit Profil (z. B. Wanderschuhe)
  • Lange Hose, Pullover, Windstopperjacke, ggf. Handschuhe
  • Bitte  den Gutschein mitbringen – wir brauchen die Gutscheinnummer

Wir werden mit der Seilwinde auf ca. 250–350 m Höhe gezogen. Danach fliegt dein Pilot euch so lange wie möglich – auf der Suche nach Thermik für extra Flugzeit.
Du genießt dabei den Blick Richtung Müritz, Kölpinsee oder über die Mecklenburgische Schweiz.

Unsere Tandempiloten sind erfahren und hervorragend ausgebildet. Die Ausrüstung ist modern und wird regelmäßig geprüft.
Trotzdem bleibt wie bei jeder Sportart ein Restrisiko: Zum Beispiel Stolpern beim Start oder eine technische Störung an der Winde. Dafür sind unsere Piloten und Windenführer geschult und trainiert.
Für solche Fälle gibt es eine Versicherung, die im Schadensfall eintritt.

Wenn dir während des Fluges schlecht wird oder du dich unwohl fühlst, sag deinem Piloten einfach Bescheid – er kann den Flug jederzeit verkürzen und sicher landen.

Ja! Wir können deinen Start und deine Landung filmen, und auf Wunsch auch während des Fluges ein Video aufnehmen (gegen Aufpreis).
Wir empfehlen dir, das Handy stecken zu lassen – genieß lieber den Moment. Später kannst du die Aufnahmen von uns und die Bilder auf unserer Website mit deinen Freunden teilen.

Wir starten an einem Platz, der direkt vom Wind angeströmt wird.

  • Du sitzt während des Fluges in einem bequemen Gurtzeug vor dem Piloten.
  • Gestartet wird mit Hilfe einer Seilwinde, die ca. 900 m entfernt steht.
  • Der Starthelfer koordiniert alles mit dem Windenfahrer.
  • Nach dem Ausklinken fliegt ihr frei.
  • Die Landung ist meistens sanft – nach zwei, drei Schritten steht ihr. Bei stärkerem Wind ist kaum Laufen nötig, und auf Wunsch kann der Pilot euch auch im Sitzen landen lassen.
    Falls du mit dem Flychair fliegst, kannst du einfach sitzenbleiben und genießen.

Ja, wir bieten Gutscheine an, die auch übertragbar sind. Bitte beachte: Beim Downloadgutschein gilt er nur zusammen mit der passenden Rechnungsnummer.

Ruf uns einfach an – oft ist auch kurzfristig noch ein Platz frei.
Da unser Sport stark wetterabhängig ist, bitten wir dich, einen Tag vorher noch mal kurz anzurufen, damit wir gemeinsam schauen können, ob das Wetter passt.
Falls nicht, vereinbaren wir direkt einen neuen Termin.

Fragen zu deinem Schnupperkurs

Je nach gebuchtem Kurs einen halben oder einen ganzen Tag.
Manchmal kann er wetterbedingt auch auf zwei halbe Tage verteilt werden.

  1. Schulungseinheit
  • 08:00 Uhr: Treffen am Parkplatz des Flugplatzes Vielist, Begrüßung & Einführung in den Gleitschirmsport
  • 09:00 – ca. 11:30 Uhr (Thermikbeginn): Praktische Einweisung, Start- und Landetraining am Boden

Mittagspause

  • Falls gebucht: Tandemflug
  1. Schulungseinheit (sofern gebucht)
  • 16:00 – ca. 19:00 Uhr: Vertiefung des Gelernten, weiteres Training am Boden, evtl. erster Start am Schleppseil

Der Gleitschirm ist das einzige Fluggerät, mit dem du schon am Boden „spielen“ kannst. Nach einer kurzen theoretischen Einführung übst du unter der Anleitung eines erfahrenen Fluglehrers die drei Basics des Gleitschirmfliegens: Starten, Steuern und Landen.

Wenn du gut zurechtkommst und das Wetter passt, ist auch ein erster eigener Höhenflug am Seil möglich.

Dieser Schnupperkurs ist zugleich der perfekte Einstieg in die Grundausbildung und könnte der Beginn eines aufregenden Hobbys für dich sein. Die Kosten und die Inhalte werden dir für alle weiterführenden Kurse angerechnet.

Bitte bring mit:

  • Knöchelhohe, feste Schuhe
  • Dünne Handschuhe (z. B. Fahrradhandschuhe)
  • Lange, wetterfeste Kleidung
  • Sonnencreme & Kopfbedeckung
  • Essen & Trinken
  • Bei Minderjährigen: Einverständniserklärung der Eltern

Die komplette Flugausrüstung stellen wir dir.

Es wird immer in Zweiergruppen trainiert. Ein Fluglehrer betreut maximal sechs Teilnehmer gleichzeitig.

Ja, das Wetter ist entscheidend.
Wir können erst am Vortag sicher sagen, ob der Kurs stattfindet oder verschoben wird.
Aktuelle Infos bekommst du unter 03991 747 98-21 am Tag vor dem Kurs.

Nein, besondere Fitness ist nicht nötig.
Der Tag findet aber draußen statt, ist aktiv und kann anstrengend sein – bring deshalb genug Wasser, einen Snack und Sonnenschutz mit.

Der Schnupperkurs ist grundsätzlich ungefährlich.
Du trainierst mit geprüfter, neuwertiger Ausrüstung und nach modernen Schulungsmethoden.
Ein Restrisiko (z. B. Stolpern auf der Wiese oder eine technische Störung an der Winde) bleibt – dafür gibt es eine Versicherung, die im Schadensfall greift.

Ruf uns einfach an – oft ist auch kurzfristig noch ein Platz frei.
Da unser Sport stark wetterabhängig ist, bitten wir dich, einen Tag vorher noch mal kurz anzurufen, damit wir gemeinsam schauen können, ob das Wetter passt.
Falls nicht, vereinbaren wir direkt einen neuen Termin.

Auf dem Flugplatz Waren/Vielist.

Ausbildung

Ausbildung & Ablauf

Du steigst mit einem Schnupperkurs ein und lernst uns als Team kennen. Nach dem Schnupperkurs weißt du, ob Paragliding dein Sport werden kann.

Danach kommt der Grundkurs. Hier lernst du die Grundbegriffe „Starten – Steuern – Landen“ kennen. Wir bieten den Grundkurs zusammen mit der A-Schein Theorie an. Die Theorieeinheiten werden als Onlinekurse über Zoom angeboten. Du kannst sie also auch von zu Hause aus besuchen.

Nach dem erweiterten Grundkurs entscheidest du dich, ob du die Ausbildung an der Winde abschließen möchtest oder ob du wen Ausbildungsweg Winde und Hangstart wählen möchtest.

Bei mindestens 40 Höhenflügen, trainierst du verschiedene Flugfiguren, wie Klapper, Rollen, Nicken oder schnelle Acht. Diese bereiten dich auf die Dinge vor, die dir beim selbstständigen Fliegen begegnen können. Wenn du dieses Flugfiguren zusammen mit dem Start und der Landeinteilung gut beherrschst, kannst du dich zur Prüfung anmelden.

Nach einer Flugschulinternen Prüfung bestätigt dir dein Fluglehrer die Prüfungsreife. Die theoretische und praktische Prüfung nimmt dann ein unabhängiger, DHV-zertifizierter Prüfer ab.

Du brauchst mindestens 55 Flüge; der DHV erkennt dabei höchstens 8 Flüge pro Tag an. Zusätzlich gehören fünf Theorieeinheiten dazu. Rein rechnerisch wäre der Schein also in rund drei Wochen machbar.

Uns ist aber wichtiger, dass du wirklich sicher und mit Freude fliegen lernst, statt nur schnell den Schein zu haben. Deshalb kannst du so oft wie möglich auf den Flugplatz kommen und unter verschiedenen Bedingungen trainieren. Wir begleiten dich dabei nicht nur durch alle Pflichtinhalte, sondern auch schon bei deinen ersten Thermikflügen.

Aus unserer Erfahrung braucht ein A-Schein-Pilot mindestens eine Flugsaison, um gut und sicher ausgebildet zu werden.

Du solltest die Ausbildung innerhalb von zwei Jahren abschließen. Zwischen Mai und September schulen wir auf dem Flugplatz Waren/Vielist. Du kannst flexibel kommen, wenn du Zeit hast, oder unsere Intensivwochen nutzen.

Das Wetter ist der entscheidende Faktor: Durch den Klimawandel haben wir öfter starken Wind, daher schulen wir zunehmend in den Tagesrandzeiten. Vor allem im Frühjahr und Frühsommer können die Tage lang werden, zum Beispiel von 7–11 Uhr und dann wieder von 17–21 Uhr. Stell dich also auf lange, aber effektive Trainingstage ein.

Zusätzlich bieten wir im Frühjahr und Herbst Ausbildungsreisen in die Südalpen an. Von Januar bis März kannst du Onlinekurse besuchen oder an der portugiesischen Düne trainieren.
So kannst du deine Ausbildung flexibel über das ganze Jahr verteilen.

Ja, solche Verschiebungen kommen gerade am Anfang oft vor, weil wir auf gutes Wetter angewiesen sind. Fällt ein Kurstag aus, kannst du ihn beim nächsten passenden Termin nachholen. Wie genau der Schulungsbetrieb abläuft, findest du auf der Seite „Flugbetriebsinfo“.

Kosten & Leistungen

Die komplette Ausbildung an der Winde mit 55 Flügen kostet 2.400 €. Wenn du zusätzlich auch am Hang lernen möchtest, kommt eine Ausbildungsreise für ca. 850 € dazu; dafür reduzieren sich die Kosten der Windenausbildung um 20 Schlepps bzw. 300 €.

Für den Grundkurs stellen wir dir die Ausrüstung kostenlos. Ab der Höhenschulung fällt eine Leihgebühr an, die wir dir anrechnen, wenn du später Ausrüstung bei uns kaufst.

Dazu kommt noch die Prüfungsgebühr für Theorie und Praxis, die direkt beim Prüfer gezahlt wird und etwa 200 € beträgt.

Während der Ausbildung übernimmt die Flugschule alle ausbildungsrelevanten Kosten. Wir empfehlen aber, dir schon am Anfang einen eigenen Helm und ein Funkgerät zuzulegen – je nach Ausstattung ca. 200–300 €.

Nach dem Grundkurs ist es sinnvoll, eine eigene Ausrüstung anzuschaffen: Schirm (ca. 3.500 €), Gurtzeug (ca. 900 €) und Rettungsgerät (ca. 850 €). Eine neue Ausrüstung kannst du in der Regel rund 10 Jahre lang problemlos nutzen.

Sobald du einen eigenen Schirm hast, brauchst du eine Gleitschirm-Haftpflichtversicherung. Am einfachsten geht das über eine Mitgliedschaft im DHV, der dafür die HDI-Versicherung anbietet.

Du solltest die Ausbildung innerhalb von zwei Jahren abschließen. Zwischen Mai und September schulen wir auf dem Flugplatz Waren/Vielist. Du kannst flexibel kommen, wenn du Zeit hast, oder unsere Intensivwochen nutzen.

Das Wetter ist der entscheidende Faktor: Durch den Klimawandel haben wir öfter starken Wind, daher schulen wir zunehmend in den Tagesrandzeiten. Vor allem im Frühjahr und Frühsommer können die Tage lang werden, zum Beispiel von 7–11 Uhr und dann wieder von 17–21 Uhr. Stell dich also auf lange, aber effektive Trainingstage ein.

Zusätzlich bieten wir im Frühjahr und Herbst Ausbildungsreisen in die Südalpen an. Von Januar bis März kannst du Onlinekurse besuchen oder an der portugiesischen Düne trainieren.
So kannst du deine Ausbildung flexibel über das ganze Jahr verteilen.

Ja, solche Verschiebungen kommen gerade am Anfang oft vor, weil wir auf gutes Wetter angewiesen sind. Fällt ein Kurstag aus, kannst du ihn beim nächsten passenden Termin nachholen. Wie genau der Schulungsbetrieb abläuft, findest du auf der Seite „Flugbetriebsinfo“.

Sicherheit & Qualität

Wir schulen bewusst in kleinen Gruppen mit 3 bis maximal 8 Flugschülern pro Fluglehrer. Gerade in der ersten Phase der Ausbildung wirst du vom Start bis zur Landung intensiv begleitet und erhältst direkt danach ein individuelles Briefing.

Unsere Starts erfolgen ausschließlich unter direkter Aufsicht, und du stehst während des gesamten Flugs per Funk in ständigem Kontakt zum Fluglehrer. So können wir jederzeit korrigierend eingreifen, was die Sicherheit besonders in der Anfangszeit deutlich erhöht.

Statt nur Start- und Landeübungen am Hang bieten wir von Beginn an richtige Flüge: Mit der Winde wirst du auf 150–300 m Höhe geschleppt, sodass genug Zeit bleibt, wichtige Flugfiguren und Landeeinteilungen zu üben. So lernst du früh, sicher und souverän mit realen Flugsituationen umzugehen.

Auch bei unseren Ausbildungsreisen setzen wir konsequent auf Sicherheit: Dort gilt das Prinzip zwei Fluglehrer für maximal 14 Piloten. Wir wählen dafür Fluggebiete wie Bassano und Sand in Taufers aus, wo wir dich mit unserem eigenen Kleinbus nach der Landung schnell wieder zum Startplatz bringen. So kannst du bei gutem Wetter in einer Woche viele Flüge sammeln und hast realistische Chancen, deine Höhenschulung am Hang abzuschließen.

Zudem legen wir Wert darauf, dich bei unterschiedlichen Wetterbedingungen trainieren zu lassen, damit du schon während der Ausbildung Routine entwickelst und lernst, auch in wechselnden Bedingungen sicher zu fliegen. Bei jedem Flug ist immer ein erfahrenes Fluglehrerteam am Platz, das im Notfall sofort eingreifen kann.

Wir legen größten Wert auf eine gründliche Flugvorbereitung: Vor jedem Flug besprechen wir alle Abläufe so lange, bis sie für dich klar und selbstverständlich sind. Dazu gehört eine fundierte Theorieschulung und ein ausführliches Briefing direkt vor dem Start.

Während des gesamten Flugs bleibst du per Funk in ständigem Kontakt mit deinem Fluglehrer, der dir klare, präzise Anweisungen gibt – gerade beim Start und bei der Landeeinteilung ist das ein entscheidender Sicherheitsfaktor.

Zusätzlich übst du unter Anleitung Groundhandling, also das sichere Beherrschen des Schirms am Boden. Fast jede Flugfigur kannst du dort gefahrlos trainieren, bevor du sie in der Luft fliegst. Außerdem trainieren wir gemeinsam die wichtigsten Flugfiguren vorab im Flugsimulator, sodass du genau weißt, was dich erwartet.

So baust du Schritt für Schritt Routine auf, lernst Fehler früh zu erkennen und kannst in realen Flugsituationen sicher und souverän reagieren.

Während der Ausbildung bist du über die Flugschule haftpflichtversichert. Trotzdem empfehlen wir dir, zusätzlich eine private Unfallversicherung abzuschließen, um auch bei Verletzungen abgesichert zu sein.

Wenn du an einer Flugreise teilnimmst, ist außerdem eine Reiserücktritts- und eine Rückholversicherung sinnvoll, falls du krank wirst oder vorzeitig heimkehren musst.

Sobald du dir einen eigenen Schirm zulegst, ist eine Gleitschirm-Haftpflichtversicherung gesetzlich vorgeschrieben. Am einfachsten geht das über die Mitgliedschaft im DHV, der dafür eine passende Versicherung bei der HDI anbietet.

Wir schulen ausschließlich mit neuwertigen, modernen Fluggeräten, die alle aktuellen Sicherheitsnormen erfüllen. Gleitschirme müssen gesetzlich alle zwei Jahre von einem Fachbetrieb geprüft werden; der Check wird direkt in der Schirmkappe abgestempelt.

Die Rettungsgeräte lassen wir jedes Jahr professionell neu packen. Auch Helme, Gurtzeuge und Schleppklinken sind mustergeprüft und entsprechen den gültigen Normen.

Unsere Schleppwinden werden alle zwei Jahre vom Hersteller gewartet und geprüft. Den Zeitpunkt der letzten Durchsicht kannst du jederzeit an der Prüfplakette an der Winde ablesen.

Zusätzlich testen unsere Fluglehrer regelmäßig neu zugelassene Schulungsschirme. Überzeugen diese im Praxiseinsatz, nehmen wir sie in unser Ausbildungsprogramm auf.

Material & Ausrüstung

Ja, für den Grundkurs stellen wir dir die Ausrüstung – moderne, neuwertige Schulungsschirme und passendes Equipment. Unsere Fluglehrer testen regelmäßig neu zugelassene Modelle und nehmen nur solche in die Ausbildung auf, die sich bewährt haben.

Alle Geräte entsprechen aktuellen Sicherheitsnormen und werden regelmäßig geprüft: Gleitschirme werden alle zwei Jahre von Fachbetrieben kontrolliert, Rettungsgeräte jährlich neu gepackt. So garantieren wir, dass du mit sicherem, geprüftem Material fliegst.

Wir sind dabei nicht auf bestimmte Marken festgelegt, sondern wählen immer die Schulungsschirme aus, die unserer Meinung nach den besten Lernerfolg versprechen. Dabei achten wir darauf, welcher Schirm am besten zu dir und deiner individuellen Performance passt.

Eine eigene Ausrüstung lohnt sich meist nach dem Grundkurs, wenn du regelmäßig und eigenständig fliegst. Dann ist es sinnvoll, Schirm, Gurtzeug und Rettungsgerät auf deine persönlichen Bedürfnisse abzustimmen.

Wir beraten dich dabei umfassend und individuell, damit du genau das Equipment bekommst, das am besten zu deinem Können und deinem Flugstil passt. Du kannst vorher auch mehrere Modelle testen, um selbst die Vor- und Nachteile einzuschätzen und die beste Wahl für dich zu treffen. So bist du langfristig sicher und komfortabel unterwegs.

Für den Einstieg empfehlen wir dir einen soliden, agilen A-Schirm. Diese Schirme bieten zwar noch keine Spitzen-Gleitleistung, sind aber sehr fehlerverzeihend und machen gerade in der Thermik viel Freude – ideal, um sicher und selbstbewusst zu lernen. Ein Umstieg auf Schirme höherer Klassen sollte erst erfolgen, wenn du einen entsprechenden Trainingsstand erreicht hast und mindestens etwa 70 Flugstunden pro Jahr absolvierst.

Aktuell empfehlen wir speziell diese Modelle:

  • Easy 2 Superlight von Airdesign: Ein leichter, wendiger A-Schirm, der durch seine Stabilität und einfache Handhabung besticht.
  • Susi 4  Airdesign: Ebenfalls ein leichter und gutmütiger Schulungsschirm, der sich durch sein sanftes Flugverhalten auszeichnet.
  • Alpha von Advance: Ein moderner A-Schirm, der sehr gut für Einsteiger geeignet ist und gleichzeitig gute Leistungswerte mitbringt.

Aller drei Schirme haben hervorragende Starteigenschaften, die besten Voraussetzungen, um schnell Freude am Paragliding und schnelle Lernfortschritte zu haben.

Beim Gurtzeug solltest du auf ein Sitzgurtzeug mit festem Sitzbrett setzen, da es dir guten Halt und Komfort auch bei längeren Flügen bietet. Nach unserer Erfahrung ist das Wani 3 von Woody Valley momentan das beste Einsteigergurtzeug. Es überzeugt durch seine Stabilität, gute Ergonomie und angenehmen Tragekomfort – entscheidend, um beim Fliegen entspannt zu bleiben.

Für das Rettungsgerät empfehlen wir Modelle mit Kreuzkappe, da diese besonders pendelstabil sind und sich sehr schnell öffnen. Die Anhängelast des Rettungsgeräts sollte mindestens dein Körpergewicht plus Ausrüstung plus 30 % betragen, damit es auch im Ernstfall zuverlässig funktioniert. Unsere Empfehlungen sind:

  • x-One oder X-Two von xdream
  • Quadro light von WoddyVally

Diese Modelle sind leicht, kompakt und gelten als sehr sicher.

Schon zu Beginn deiner Ausbildung solltest du dir einen passenden Helm zulegen. Du kannst zwischen Halbschalenhelmen (mit oder ohne Visier) und Integralhelmen wählen. Wichtig ist, dass der Helm die EN 966 Zulassung besitzt – nur dann ist er für Gleitschirmfliegen zugelassen und bietet den notwendigen Schutz.

Nicht zuletzt gehört ein Vario/GPS zur Grundausstattung. Es misst nicht nur Steigen und Sinken akustisch, sondern zeigt dir auch die Geschwindigkeit über Grund an, was für die Navigation und Kontrolle deines Flugwegs essenziell ist. Wir empfehlen aktuell diese Geräte:

  • Skytraxx: Ein bewährtes, sehr genaues und einfach zu bedienendes Vario mit guter Akkulaufzeit.
  • XC-Tracer: Ein kompaktes und leichtes Vario, das besonders für Einsteiger geeignet ist und ebenfalls zuverlässige Daten liefert.

Diese Ausrüstung gibt dir eine sichere und komfortable Grundlage, um deine Flugfähigkeiten optimal zu entwickeln.

Wenn du an einer Flugreise teilnimmst, ist außerdem eine Reiserücktritts- und eine Rückholversicherung sinnvoll, falls du krank wirst oder vorzeitig heimkehren musst.

Sobald du dir einen eigenen Schirm zulegst, ist eine Gleitschirm-Haftpflichtversicherung gesetzlich vorgeschrieben. Am einfachsten geht das über die Mitgliedschaft im DHV, der dafür eine passende Versicherung bei der HDI anbietet.

Perspektive

Mit dem A-Schein, offiziell beschränkter Luftfahrerschein für Luftsportgeräteführer, darfst du eigenständig Gleitschirmflüge im Umfeld zugelassener Fluggelände durchführen.
Das bedeutet konkret: Du kannst an Flugbergen oder Windenstartplätzen fliegen, die über definierte Start- und Landeplätze verfügen und von Fluggebietshaltern freigegeben sind. Für Notfälle hast du zwar eine Außenlandeberechtigung, jedoch keine Erlaubnis, geplante Überland- oder Streckenflüge durchzuführen.

Im Detail bedeutet das:

  • Fliegen im Umfeld des Fluggeländes:
    Du darfst selbstständig starten und landen – innerhalb eines zugelassenen Fluggeländes. Achte jedoch darauf, dass manche Fluggebiete Einschränkungen haben, z. B. „nur für B-Schein-Piloten“ oder „nur mit abgeschlossener B-Theorie“. Das ist oft in viel beflogenen Fluggebieten oder in Geländen mit anspruchsvollen Start- und Landeplätzen der Fall. Informiere dich also immer vorab, welche Regeln dort gelten.
  • Keine Überlandflugberechtigung:
    Mit dem A-Schein sind keine Streckenflüge erlaubt. Du musst also während deines gesamten Fluges im Gleitwinkel sicher den definierten Landeplatz erreichen können.
  • Startarten:
    Dein A-Schein kann für Hangstart (Bergstart) oder Windenstart gelten – je nachdem, welche Startart du während der Ausbildung gelernt hast und die in deiner Lizenz eingetragen ist.
  • Gültigkeit:
    Der A-Schein wird international anerkannt und gilt für deine eingetragene Startart in allen dafür zugelassenen Geländen.
  • Weiterbildung:
    Falls du bisher z. B. nur eine Windenstartberechtigung hast, kannst du später zusätzlich eine Hangstartberechtigung erwerben – oder umgekehrt.
    Wenn du Streckenflüge unternehmen willst, brauchst du den B-Schein (unbeschränkter Luftfahrerschein). Dafür sind weitere theoretische und praktische Nachweise erforderlich.

Flugreisen und Sicherheit:
Nach dem A-Schein empfehlen wir, in bekannten Fluggeländen viel zu trainieren. Um deine Technik weiter auszubauen, bieten sich Thermik- und Techniktrainings oder Streckenflugseminare an.
Ein Sicherheitstraining ist besonders wertvoll, weil du dort unvorhergesehene Situationen aktiv übst und so deutlich mehr Routine und Sicherheit in der Luft gewinnst

Ja, wir bieten weiterführende Kurse an – vom B-Schein über Thermik- und Techniktrainings bis hin zu Streckenflugseminaren. Unsere Fluglehrer freuen sich darauf, dich dabei zu begleiten und dir dabei zu helfen, deine fliegerischen Fähigkeiten Schritt für Schritt auszubauen. So kannst du sicherer fliegen, besser die Thermik nutzen und irgendwann auch eigenständig auf Strecke gehen.

Wenn du deine Ausbildung bei uns abgeschlossen hast, bist du in der Lage, eigenständig Flüge im Rahmen deines A-Scheins durchzuführen – das ist auch genau unser gemeinsames Ziel.
Wie schnell du dort hinkommst, hängt vor allem von deiner Zeit, deinem Engagement und natürlich vom Wetter ab. Realistisch solltest du mindestens eine Flugsaison einplanen, um sicher und selbstständig fliegen zu können.

Und auch danach begleiten wir dich gern weiter: Ob einzelne Thermik- und Techniktrainings, Streckenflugseminare oder intensive Bootcamps – wir haben Angebote für jedes Level, damit du dich stetig weiterentwickeln kannst.
Finde deinen Weg und sprich uns einfach an – denn wer dranbleibt, fliegt besser und vor allem länger.

Flychair

Der Flychair ist ein spezielles Gleitschirm-Rollstuhlsystem oder Start-Hilfssystem, das Menschen mit körperlicher Einschränkung das Paragleiten ermöglicht.

Er ist bisher ausschließlich für den Windenstart zugelassen.

  • Er funktioniert ähnlich wie ein Startwagen beim Drachenfliegen – nur dass er beim Flug mitgeführt wird und auch bei der Landung unterstützt.
  • Der Pilot oder Passagier sitzt dabei in einem normalen Gurtzeug; der Flychair wird zusätzlich in dieses Gurtzeug eingehängt.
  • Er kann sowohl für Tandemflüge als auch für Soloflüge eingesetzt werden, wenn der Pilot die entsprechende Ausbildung hat.
  • Die stabile Konstruktion ermöglicht einen sicheren Start und eine sichere Landung, ohne selbst laufen zu müssen.

Kurz gesagt:
Der Flychair ersetzt das fehlende Laufen beim Start, wird während des Flugs mitgeführt und macht Gleitschirmfliegen per Winde auch für Menschen mit Handicap möglich – sowohl als Passagier als auch als Pilot.

Ja.

  • Geflogen wird ausschließlich mit Gleitschirmen, die Trimmer haben, da ein Beschleuniger beim Flychair nicht bedient werden kann.
  • Der Schirmhersteller muss der Nutzung am Flychair ausdrücklich zustimmen.
  • Auch beim Gurtzeug gilt: Es muss mustergeprüft sein, ein festes Sitzbrett haben – und der Hersteller muss ebenfalls der Nutzung im Flychair zustimmen.
  • Liegegurtzeuge sind grundsätzlich nicht geeignet.
  • Bewährt hat sich z. B. das Axess von Advance als stabiles und sicheres Einsteigergurtzeug.

Du musst das komplette System berücksichtigen:

  • Eigengewicht des Piloten oder Passagiers
  • Gewicht des Flychair (ca. 10 kg)
  • Schirm, Gurtzeug, Retter, Helm
  • Kleidung und eventuelle Zuladung

Am Ende solltest du im zugelassenen Gewichtsbereich des Schirms liegen – optimal ist der mittlere Bereich oder leicht darüber.

Ja.

  • Start und Landung sowohl beim Tandemflug als auch beim Soloflug unterscheiden sich deutlich vom klassischen Fußstart.
  • Wir bieten dazu spezielle Einweisungen und eine gezielte Ausbildung an, um den sicheren Umgang mit dem Flychair zu trainieren.

Der Flychair ist ausschließlich für den Windenstart zugelassen.

  • Beim Tandemstart richtet der Pilot den Flychair gegen den Wind aus.
  • Beim Solostart wird ein Helfer benötigt, um den Schirm auszulegen und den Flychair in die richtige Position zu bringen.
  • Wichtig: Schirm und Flychair müssen beim Start konsequent gegen den Wind ausgerichtet werden, da sonst ein Unterlaufen möglich ist.
  • Während des eigentlichen Starts und bei der Landung ist keine weitere Hilfe nötig.
  • Für die Landung wird die Nutzung von Quickouts empfohlen, damit der Pilot nach dem Aufsetzen den Schirm leichter ablegen kann.
  • Beim Tandemflug wird der Retter wie gewohnt im Tandemgurtzeug eingesetzt.
  • Beim Soloflug ist ein Frontcontainer vorgeschrieben.
  • Ja, leicht.

    • Aufgrund der Konstruktion verhält sich der Flychair in Störsituationen ähnlich wie ein Liegegurtzeug.
    • Im Zulassungsverfahren wurden alle relevanten Flugfiguren mit positivem Ergebnis getestet.
    • Langzeiterfahrungen im Alltagsbetrieb sind derzeit noch begrenzt.
  • Fester Untergrund oder gut gepflegte Startwiese
  • Möglichst laminarer Wind von vorn
  • Sorgfältiges, sauberes Aufstellen des Schirms – hier ist Übung entscheidend
  • Die Landung ist meist unkompliziert: der Flychair rollt aus und kommt langsam zum Stehen.
  • Der Flychair ist zerlegbar und passt ins Auto.
  • Für kurze Strecken am Boden kann er auf seinen vier Rädern einfach geschoben werden.

Es gelten die gleichen Anforderungen wie beim Gleitschirmfliegen:

  • Gültiger Luftfahrerschein
  • Haftpflichtversicherung
  • Zugelassener Gleitschirmausrüstung und Flychair-System

Schlepp­betrieb

Schleppkalender

Jeder Pilot – ob Schüler oder lizenzierter Pilot – trägt sich bitte mit Vor- und Nachnamen (gegebenenfalls mit Spitznamen dahinter) in den Windenschleppkalender ein. Schüler aktivieren bitte das entsprechende Kästchen. Sollten Namen nicht zugeordnet werden können, werden wir sie nach ca. zwei Wochen löschen.

Ab sofort sind Einträge für morgens, mittags und nachmittags möglich. Die vorgesehenen Zeiten sind in der Regel:

  •  Morgens ab 7:00 Uhr – vorwiegend für Flugschüler
  • Mittags ab 11:00 Uhr – vorwiegend für Freiflieger und Tandemgäste
  • Nachmittags ab 16:00 Uhr – vorwiegend für Flugschüler
    Änderungen werden über die Signalgruppen kommuniziert.

Wenn das Element „Schleppbetrieb“ aktiviert ist, findet Schleppbetrieb statt, und lizenzierte Piloten sind herzlich willkommen.

Wenn das Element „Schulungsbetrieb“ aktiviert ist, findet Schulungsbetrieb statt, und Flugschüler aller Ausbildungsstufen sind eingeladen, sofern in der Signalgruppe nichts anderes beschrieben wird.

Wir werden in der Regel zwei Tage vorher den Schulungsbetrieb freischalten. Bitte schaut aber auch noch einmal morgens, bevor ihr losfahrt, in den Windenschleppkalender, ob der Schulungsbetrieb wetterbedingt stattfinden kann.
Wir bitten euch, euch mindestens zwei Tage vorher in den Kalender einzutragen, damit wir unsere Kapazitäten (Fluglehrer, Windenführer, Ausrüstung) planen können. Wir behalten uns vor, an besonderen Tagen die Anzahl der Piloten zu begrenzen.

Um unerwünschte Zugriffe abzuwehren, haben wir für Neuanmeldungen einen Spamschutz eingefügt. Die Abkürzung der norddeutschen Gleitschirmschule lautet NDGS.

Alle Piloten müssen während des Flugs über dem Flugplatz per Funkgerät erreichbar sein. Jeder Pilot muss sein eigenes Funkgerät mitbringen, ansonsten berechnen wir eine Leihgebühr von 5,00 Euro.

Eine große Bitte haben wir noch: Bitte erscheint unbedingt pünktlich zum angesagten Schulungsbeginn. Verspätungen können insbesondere bei der Ausgabe der Ausrüstungen und den zu Beginn der praktischen Ausbildung notwendigen Einweisungen zu Verzögerungen führen. Wir alle wollen, dass ihr so oft und so sicher wie möglich in die Luft kommt. Gerade die ersten Stunden des Tages sind die effizientesten. Wenn unsere Fluglehrer sich nicht nur auf die Starts, sondern auch auf die Ausgabe von Ausrüstungen konzentrieren müssen, geht kostbare Zeit verloren.

Digitale Schleppkladde
Aus rechtlichen Gründen muss für jeden Schlepp eine Startliste geführt werden.

Die digitale Schleppkladde ist schneller, einfacher zu handhaben und verursacht  weniger Papierkram. Alle Daten sind sofort für Startleiter oder Windenfahrer sichtbar, Auswertungen laufen automatisch. Keine Zettel, kein Chaos.

Über diesen Link registrieren:
https://schleppbetrieb.de/piloten-detail.php

Du erhältst sofort eine persönliche Nummer, die auf allen teilnehmenden Geländen gilt.

Einfach beim Start deine Nummer nennen. Der Windenfahrer sieht automatisch Name und Gewicht.

Nicht zwingend, aber sehr empfehlenswert. Ohne Anmeldung teilt dir der Windenfahrer eine temporäre Nummer zu. Dabei werden keine Kontaktdaten gespeichert.

In der Schleppkladde werden die relevanten Daten dokumentiert:

  • Pilotennummer
  • Vorname Name

  • Schleppgewicht

  • Startleiter, Windenfahrer, verwendete Winde

  • Datum, Uhrzeit

  • Optional: Freitext (z. B. Bemerkungen oder Abbruchgrund)

  • Windenfahrer: Pilotennummer, Name, Gewicht, Startfreigabe

  • Startleiter: Pilotendaten für den aktuellen Schlepp

  • Betreiber/Administrator: Alle Schleppdaten zur Auswertung und Abrechnung

  • Andere Piloten: Können Name und Gewicht sehen, die Daten zu den Schlepps sieht nur die Flugschule.

Komplett­­-Ausbildung

Unsere Ausbildung folgt dem offiziellen DHV-Lehrplan und ist modular aufgebaut:

  1. Schnupperkurs (1–2 Tage): Dein erster Kontakt mit dem Gleitschirmfliegen – ideal, um herauszufinden, ob der Sport zu dir passt.
  2. Erweiterter Grundkurs: Du lernst eigenständig starten, steuern und landen – am Ende dieses Kurses machst du erste Flüge aus bis zu 200 m Höhe.
  3. Höhenflugausbildung: Du sammelst mindestens 40 Flüge über 100 m Höhendifferenz und bereitest dich gezielt auf die praktische und theoretische A-Schein-Prüfung vor.

Ziel: Der A-Schein, also der „beschränkte Luftfahrerschein für Luftsportgeräteführer“. Er berechtigt dich zum selbstständigen Gleitschirmfliegen in Deutschland und vielen anderen Ländern.

Nach dem A-Schein kannst du dich entscheiden, ob du bei uns mit der B-Schein-Ausbildung weitermachst – z. B. für Streckenflüge und mehr Eigenverantwortung im Luftraum.

Gut zu wissen: Solange du einen aktiven Ausbildungsvertrag mit uns hast, kannst du kostenfrei an allen Theorieeinheiten teilnehmen – auch wenn sie über deine aktuelle Ausbildungsstufe hinausgehen. So kannst du dich ideal vorbereiten oder Themen wiederholen.

Alle unsere Fluglehrer:innen sind vom DHV lizenziert und verfügen über langjährige Praxiserfahrung. Wir arbeiten bewusst in kleinen Gruppen und begleiten dich bei allen Flugübungen per Funk, um maximale Sicherheit und Lerneffekt zu gewährleisten.

Der Grundkurs und die Windenausbildung finden auf unserem eigenen Flugplatz in Waren/Vielist (Mecklenburg-Vorpommern) statt. Dort schulen wir mit einer modernen Schleppwinde – ideal für eine strukturierte und sichere Flachlandausbildung.

Zeitraum: Mai bis September, bei fliegbarem Wetter
Organisation: Du meldest dich flexibel über unseren Online-Schleppkalender oder unsere Signalgruppe an.

Für die Hangstartausbildung fahren wir gemeinsam in die Südalpen, entweder nach Bassano del Grappa (Italien) oder Sand in Taufers (Südtirol).
Beide Fluggebiete sind besonders effizient, da sie eine schnelle Rückfahrt zum Startplatz ermöglichen – so kannst du in kurzer Zeit viele Höhenflüge sammeln und deine Start- und Landetechnik intensiv trainieren.

Ja – bis zum Abschluss des Grundkurses stellen wir dir komplett kostenfrei Schirm, Gurtzeug, Helm und Funkgerät. Für die Höhenflugphase fallen moderate Leihgebühren an – die wir dir voll auf den Kauf einer eigenen Ausrüstung anrechnen, wenn du bei uns kaufst.

Unsere Theorieausbildung findet online stattlive, interaktiv und flexibel. Du kannst bequem von zu Hause aus teilnehmen, Fragen stellen und dich aktiv einbringen.

Inhalte:
Wir behandeln alle relevanten Fächer für die A- und B-Lizenz:

  • Luftrecht
  • Meteorologie
  • Technik
  • Verhalten in besonderen Fällen
  • Navigation

und Flugfunk.

Vorteil für dich: Solange du einen aktiven Ausbildungsvertrag mit uns hast, kannst du an allen Theorieeinheiten teilnehmen – unabhängig von deiner aktuellen Ausbildungsstufe. So kannst du Inhalte vorziehen, wiederholen oder dich gezielt auf Prüfungen vorbereiten.

Ja. Du kannst bei uns den kompletten A-Schein ausschließlich mit Windenstarts absolvieren – also komplett im Flachland. Nach bestandener Prüfung darfst du dann auf allen DHV-zugelassenen Windenschleppgeländenselbstständig fliegen.

Wenn du später auch in den Bergen fliegen möchtest, brauchst du zusätzlich eine Hangstartausbildung. Dafür bieten wir regelmäßig Schulungsreisen in bewährte Fluggebiete an – z. B. nach Bassano (Italien) oder Sand in Taufers (Südtirol).

Alle bisherigen Ausbildungsschritte (Grund- und Höhenflüge an der Winde) werden dabei vollständig angerechnet – du steigst direkt in die Hangflugpraxis ein.

Ja. Mit dem Flychair bieten wir barrierearme Ausbildung für Menschen mit Gehbehinderung an – inklusive Windenstarts gemäß den Vorgaben des DHV.

Wir bereiten dich intensiv mit schulinternen Prüfungen auf den Abschluss vor. Zudem unterstützen wir dich bei der Anmeldung zur offiziellen DHV-Prüfung, damit du sicher und selbstständig zum A-Schein kommst – gültig in Deutschland und international.